Normalisierung des Wahnsinns

Den Trip ins nichteuropäische Ausland gut überstanden, hart gefeiert und zur Erkenntnis gekommen, daß Zeit verflucht schnell vergehen kann.

Normalisiert hat sich der Job.

Die Knappheit an hinreichenden Devisen normalisiert sich auch ein wenig.

Wieder einmal mit einem blauen Auge doch alle Ziele erreicht, die wirklich akut waren.

Ich danke allen, die mir dabei helfen, daß auch durchzustehen, die mich unterstützen (selbstlos) und nicht meinen, daß dieses der Diskussion bedarf...

Und zuletzt danke ich irgendwem für die Kraft nach jedem Fall wieder aufzustehen.
2.8.06 15:51


Wenn ich vom Meere...

einst nicht mehr wiederkehre,
fand ich den Regenbogen,
der mich nach Asgard führt

Wenn ich vom Meere
einst nicht mehr wiederkehre,
So hab ich Platz genommen,
an der Tafel in Walhalla

Machs gut Silke, ich pack schonmal den Sirup und die Shisha ein...
Wir kommen eines Tages nach.
21.7.06 22:11


Auf in eine neue Runde...

Lang hab ich schon nix mehr geschrieben.

Stressige Woche, Ämter, Arbeit, Markt mit Sackbeschallung steht ab morgen um 7 bevor...

Noch rasch ein paar Sachen packen, und meine Liebste allein mit ihren Sorgen für ein Wochenende zurücklassen.

Es ist sicherlich nicht leicht, dich daran gewöhnen zu müssen, aber wenns dich ein wenig tröstet: Mir gehts nicht wirklich besser, nur bin ich in der Regel an solchen Dienst-Abenden abgelenkt, angetrunken, und hängs nicht so an die große Glocke wie es mir geht.

Einerseits ist es wunderbar mit so einem Job seine Brötchen zu verdienen, andererseits ist der Preis dafür relativ hoch. Auch wenns Spaß macht ist es Arbeit, was viele nicht glauben wollen.
Vorallem bei so einem Klima ist das hart...

Ich bin aber sicher, daß das gut geht irgendwie, so eine Art Konzept ist ja dabei vorhanden.

Die neue Sackhupe ist mittlerweile einigermaßen gängig, und in Sachen Kondition mal wieder ne neue Herausforderung. Aber nichts, was nicht beherrschbar wäre. Nun befinde ich mich seit nem Monat im erlauchten Kreise der Stecker-Sack-Sackpfeifer... Trotz seiner konstruktionsbedingten Macken ein ziemlich cooles Instrument.

Allerdings nichts für Weicheier. Joggen brauch man da nicht mehr, wenn man pro Tag ne Stunde drauf rumhupt.

Wie gehabt, Liebste, ich geh meinen Weg, und du gehst deinen. Auch wenn diese nicht wirklich ähnlich sind, kreuzen sich unsere Wege glücklicherweise erfreulich häufig

current mood: subtil glücklich oder andersrum
current music: Simon & Garfunkel - Scarborough Fair
6.7.06 22:34


Im Osten nichts neues

Ein wenig Licht am Knetehorizont,

Viele Dinge, die nicht so laufen wie es wünschenswert wäre,

Viele Leute, die sich für ekelerregend abartig wichtig halten...


Warum kann man aus diesem Käfig nicht ausbrechen?

current music: Marillion - Slainte Mhath
current mood: angepisst
21.6.06 16:29


Ein Wochenende in der Heimat, klamme Börse und neuer Sack

Eine große Fete in heimatlichen Gefilden auf dem Land.

Viel Musik, laue Luft, vertraute Landschaft.

Einige Biere.

Dudelsack-Intermezzos und Fete bis ins Morgengrauen.

Was geht nur in Leuten alles vor?


Die finanzielle Lage wartet noch auf Entspannung von Amtswegen. Ändert ansich nicht viel, aber schont ungemein die Nerven. Hoffentlich isses bald mal so weit. Nicht um des Geldes wegen, sondern um des Friedens.

Der neue Sack. Ansich nicht schlecht. Nur noch nicht so wie ich den haben will.

Aber wird schon.

Eines Tages.
16.6.06 14:18


Was soll man groß erzählen?

Vielleicht, daß ich am Montag bei Dweezil und seiner Band auf Konzert war, und er die Songs seines alten Herren mehr als würdig dargeboten hat. Welch Freude, einen Musiker jener Größe live sehen zu dürfen, wobei man nie geglaubt hat, daß das was sein alter Herr damals vorgelegt hat auch nur annähernd zu erreichen gewesen wäre.
Respekt!

Georg und ich schüttelten voller Unglaublichkeit ständig die Köpfe. Konnte das wirklich wahr sein, was wir an diesem Montag abend im Tempodrom zu sehen bekamen?
Begeisterung wäre wirklich untertrieben.

Wow.
25.5.06 01:55


Fish

Seltsam ist es, eine aktuelle Aufnahme von Marillions Fugazi zu hören.

Fish hat sich schon vor Jahren von der grandiosen Band getrennt.

Hört man heute einen Klassiker, ist es irgendwie festzustellen, - nicht, daß Marillion nicht schon vorher gewissermaßen melancholisch war - daß ein großer Teil der verträumten Gesänge mittlerweile einen gewissen bitteren Ernst im Unterton seiner Stimme hervorblitzen lässt.

Vielleicht sind die alten Texte wahrer und leibhaftiger als man das zu dem Zeitpunkt des Schreibens jemand geglaubt hatte.

Son watches father scan obituary columns in search of absent school friends
While his generation digests high fibre ignorance
Cowering behind curtains and the taped up painted windows
Decriminalised genocide, provided door to door Belsens
Pandora's box of holocausts gracefully cruising satellite infested heavens
Waiting, wai-wai-waiting, the season of the button
The penultimate migration
Radioactive perfumes
For the fashionably
For the terminally insane, insane
D-d-do you realise?
D-d-do you realise?
D-d-do you realise, this world is totally fugazi

Where are the prophets?
Where are the visionaries?
Where are the poets?
To breach the dawn of the sentimental mercenary?



This world is fugazi.

Totally.
17.5.06 12:10


So sitze ich grad hier

schlürfe Wein, höre das grandiose Genesis-Album "The Lamb lies down on Broadway", als Freund der Musik liebevoll nur als "Lamb" bezeichnet.
Es ist 3:46 Uhr, und ich vertreibe mir die Zeit damit, die letzen Statements von zu Tode verurteilten Amerikanern kurz vor ihrer Hinrichtung zu lesen (www.todesstrafe-usa.de).
Selbst wenn sie schuldig sind, sind sie es als Mensch würdig, daß man von ihnen hört, was sie im letzten Moment gedacht haben. Nur sind offensichtlich die wirklich nachweislich schuldigen eindeutig in der Unterzahl.

Ich merke wie ich mich für den heutigen Tag, wie ein altes dickes Buch solangsam zuklappe, um ein paar Stunden ins Regal zu verschwinden.

Derzeit komme ich mir vor wie eine einzige Enttäuschung für mich, für andere, wie auch immer...

Ich habe schon wieder diesen melancholischen drive.... Super, nicht?

Hunter S. Thompson sehe ich derweil als so eine Art Leidensgenosse. Mehr und mehr versteh ich den guten Mann.
Mein nächstes Tattoo auf dem Linken Oberarm wird das Gonzo-Denkmal, ein Schwert, auf dem eine Faust mit 2 Daumen einen Peyote-Kaktus hält.

Die Erkenntnis manifestiert sich irgendwie seit den letzten Wochen....

Ich bin ein gottverdammter Hippie
22.4.06 03:48


Nur ein weiterer Freak im Freak-Königreich

Irgendwie ist es seltsam festzustellen, wie sehr man eigentlich nicht in diese Welt passt.
Das aufdiktierte Los der Gesellschaft, die möchte, daß man brav arbeiten geht, brav seinen Beitrag leistet, Steuern zahlt, Vorgärten pflegt und dafür als Gegenleistung existieren darf.

Sich dieser Abhängigkeit zu entziehen, wenn das nur ginge.

Aber man steckt tiefer in dieser Suppe als einem das eigentlich möglich erscheinen mag. Das ganze steht und fällt mit dem schnöden Mammon. Als personifizierter Reichtum ist Mammon ein Dämon, der den Menschen zum Geiz verführt.

Abstrakt doch eigentlich.

Geiz entwickelt sich aus Habgier.
Heute wird einem doch ständig vorgelebt und indoktriniert, daß Geiz doch Geil sei, und man schließlich doch nicht blöd ist, und dafür sorgt, daß der gerechte Wert geleisteter Arbeit nicht mehr erkannt wird. Jemand der solide Arbeit leistet, und diese auch genauso solide wertlich erstattet haben will, der gilt gleich als Halsabschneider.

Gesund kann diese Entwicklung nicht sein...

Aber entziehen, geschweige denn gegen die Massen diese beeinflussen, das geht auch nicht so recht gut.

Es haben sich ja viele Dinge geändert. Man darf mittlerweile anders sein, jedoch darf man nicht mit Unterstützung oder gar Verständnis rechnen. Es wird vielleicht gedultet.


current music: Youngbloods - Let's get together
current mood: Naja. Ich will auf meine Insel.
Ins Freak-Königreich.
11.4.06 16:03


Zeit der Überraschungen

Sitze grad hier, höre Bootsy Collins, welcher meine Jugend maßgeblich mit beeinflusst hat.

Tja, die Jugend.

Kindheit.

Welch unbeschwerte Zeit, in der die Probleme vorwiegend in unlösbaren Mathematik-Hausaufgaben bestanden.
Jeden Tag was zu futtern, ein Dach über dem Kopf und die grenzenlose Freiheit, die man sich als sogenannter "erwachsener" zurückwünscht. Verständnis macht sich breit, für die Sorgen, die die Eltern stets trugen, die einem als kleiner Stöpsel aber nicht aus der Ruhe brachten, weil man wusste, daß die Helden es wieder irgendwie aus der Misere herausschaffen würden.
Heute trägt man das Schicksal selbst.

Nicht nur hier, sondern auch im Umfeld treibt der Wandel der Zeit wieder einmal wildeste Blüten. Alles neu macht der Mai, mitunter werden die Karten auch schon mal im März neu gemischt.

Niemand lässt einen in Frieden, Bescheide, Rechnungen, Mahnungen, hier, da, tätärätätä....

Alles hängt vom schnöden Mammon ab.

Bedauerlich.

Zutiefst bedauerlich.

Letztendlich sinds nur die Leute, die einem Halt bieten der Grund die Flinte nicht ins Korn zu werfen. Ganz oben neben den unerreichbaren Eltern allen voran meine Liebste, die es mittlerweile 4 Jahre (*sektköpf*) mit mir ausgehalten hat.

Auch wenn ichs nicht so raushängen lasse, du bist die, die zählt.

Liebe dich.
31.3.06 00:19


Coole Überraschung!

Selbst wenn man gelegentlich nach seinem Kontostand schaut:
Überraschungen bleiben nie aus.

Welch seltsame Überweisung mit einem kryptischen Betrag um die 205 Euro ist da denn eingegangen?

Die Überraschung umso größer, wenn man das rausbekommt.

Die lustige Landeshauptkasse.

Das ist mein Bafög.

Knapp 60% weniger als im letzten Monat.

Im Klartext bedeutet das soviel wie, daß ich vorübergehend ersteinmal finanziell ruiniert bin. Das reicht nicht mal anteilig für meine Miete. Ganz großes Kino.

Von solch Luxus wie Telefon, Strom oder Essen mal (reinhypothetisch) abgesehen.
Letztendlich: Wie soll denn bitte jemand aus "Arbeiterverhältnissen" heutzutage noch sein Studium finanziert kriegen? Mal ein Fachbuch gekauft? Dann gibts halt 2 Wochen nix zu Futtern, und Heizung ist ja auch nicht soo wichtig.

Queer World.

Naja, ich hab ja noch 3 Tage, mir irgendwas Brilliantes einfallen zu lassen. Worüber reg ich mich also auf?


current music: Parliament - Mothership Connection (Let me ride)
current mood: Gaaah, Braiiiinz, BRAAAIIIIINZ
28.3.06 08:20


Nunja...

Die Welt und ihre lustigen kleinen Bewohner scheint wirklich eines der abstraktesten Aktionskunstwerke des Universums zu sein.
Die Leute werfen sich gegenseitig Torten ins Gesicht, während dem werfenden der Stuhl unter dem Hintern weggezogen wird, und der Stuhlwegziehende bereits dafür ausgelacht wird, mit einem riesen Eimer Wasser übergossen zu werden.

Warum machen es sich einige Leute so verdammt verschissen einfach, indem sie die, die es sich sowieso schon schwer machen obendrein noch für ihre Zwecke instrumentalisieren?

Cool? Egotrippig?

Barbarei.

Mehr nicht.

Man sitzt als Zuschauer in der ersten Reihe, zieht sich sprichwörtlich das ganze Theater mit mäßigem Plot rein. Mäßig ist dieser Plot alleine schon dadurch, daß er durchschaubar ist. Das ganze ähnelt einer 80er-Jahre imperialismuskontinentalen Comedy-Serie, wo man genau weiß, wer wann wo und warum durch welche Tür auch immer kommt. Nur halt ohne den Comedy-Faktor.
Ist es ein Privileg, Zuschauer sein zu dürfen, und nicht an der Handlung teilzunehmen?
Ist es Fluch? Verdammnis?
Oder sogar ein Segen?

Naja, geht man in Theaterstücke, von denen man weiß, daß man diese sowieso scheiße findet?

Offensichtlich kann man sich immerhin auf die Vernunft hinter den Kulissen verlassen.

Meine Güte, war das gestern nebelig.
27.3.06 00:55


Produktivität tut gut...

Es tut gut...
... früh aufzustehen
... was zu schaffen
... vorwärts zu kommen
... vor 8 Uhr seinen ersten Kaffee zu trinken
... produktiv zu sein halt.


Heute: Winterreyse-Page, Feuerkrähen-Page, Bewerbungen, Wäsche waschen, unten aufräumen...

current mood: Ok mit Tendenz nach oben
current music: Bootsy Collins - Keepin' da funk alive
22.3.06 12:22


Gaaah...

... leider spontane Linksverschiebung der wirtschaftlichen Verhältnisse.

Da kauft man einmal Aufschnitt im Leben und die olle Kühlkiste nimmt sich direkt das Leben. Nunja, alt und energieintensiv war das dingen ja eh.

Jetzt haben wir "Kühli".

Ungefähr halb so groß wie der alte Klotz, d.h. einen Meter mehr nutzbare Arbeitsfläche. Ist ja auch schon was wert. Auch wenns mit Arbeit und letztendlich nem saftigen Batzen Geld der fehlt einhergeht.

Aber leise isser

Und weiß, richtig weiß.

Und kühlt.
18.3.06 12:18


Nach einem halben Jahr...

... habe ich endlich mit meinen Kollegen wieder den Himmel in Brand gesteckt. Mitten ?ber den D?chern Berlins, am Kudamm.

Die ganze Arbeit hat sich wirklich wieder gelohnt. Tagelange Vorbereitungen f?r 13:38 Minuten bunte Lichter.

Daheim das Bier danach, eine Fichtensprudelbadbadewanne und Conrad der Saitenreiche, der mich auf seiner Harfe langsam in Richtung Traumwelt harft...

Was davon bleibt?

Buntes Rauschen.

Schmerzen in den Gliedern von der Schlepperei.

Aber dennoch ein sehr zufriedenes Gef?hl.
23.2.06 02:00


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