Nur ein weiterer Freak im Freak-Königreich

Irgendwie ist es seltsam festzustellen, wie sehr man eigentlich nicht in diese Welt passt.
Das aufdiktierte Los der Gesellschaft, die möchte, daß man brav arbeiten geht, brav seinen Beitrag leistet, Steuern zahlt, Vorgärten pflegt und dafür als Gegenleistung existieren darf.

Sich dieser Abhängigkeit zu entziehen, wenn das nur ginge.

Aber man steckt tiefer in dieser Suppe als einem das eigentlich möglich erscheinen mag. Das ganze steht und fällt mit dem schnöden Mammon. Als personifizierter Reichtum ist Mammon ein Dämon, der den Menschen zum Geiz verführt.

Abstrakt doch eigentlich.

Geiz entwickelt sich aus Habgier.
Heute wird einem doch ständig vorgelebt und indoktriniert, daß Geiz doch Geil sei, und man schließlich doch nicht blöd ist, und dafür sorgt, daß der gerechte Wert geleisteter Arbeit nicht mehr erkannt wird. Jemand der solide Arbeit leistet, und diese auch genauso solide wertlich erstattet haben will, der gilt gleich als Halsabschneider.

Gesund kann diese Entwicklung nicht sein...

Aber entziehen, geschweige denn gegen die Massen diese beeinflussen, das geht auch nicht so recht gut.

Es haben sich ja viele Dinge geändert. Man darf mittlerweile anders sein, jedoch darf man nicht mit Unterstützung oder gar Verständnis rechnen. Es wird vielleicht gedultet.


current music: Youngbloods - Let's get together
current mood: Naja. Ich will auf meine Insel.
Ins Freak-Königreich.
11.4.06 16:03


So sitze ich grad hier

schlürfe Wein, höre das grandiose Genesis-Album "The Lamb lies down on Broadway", als Freund der Musik liebevoll nur als "Lamb" bezeichnet.
Es ist 3:46 Uhr, und ich vertreibe mir die Zeit damit, die letzen Statements von zu Tode verurteilten Amerikanern kurz vor ihrer Hinrichtung zu lesen (www.todesstrafe-usa.de).
Selbst wenn sie schuldig sind, sind sie es als Mensch würdig, daß man von ihnen hört, was sie im letzten Moment gedacht haben. Nur sind offensichtlich die wirklich nachweislich schuldigen eindeutig in der Unterzahl.

Ich merke wie ich mich für den heutigen Tag, wie ein altes dickes Buch solangsam zuklappe, um ein paar Stunden ins Regal zu verschwinden.

Derzeit komme ich mir vor wie eine einzige Enttäuschung für mich, für andere, wie auch immer...

Ich habe schon wieder diesen melancholischen drive.... Super, nicht?

Hunter S. Thompson sehe ich derweil als so eine Art Leidensgenosse. Mehr und mehr versteh ich den guten Mann.
Mein nächstes Tattoo auf dem Linken Oberarm wird das Gonzo-Denkmal, ein Schwert, auf dem eine Faust mit 2 Daumen einen Peyote-Kaktus hält.

Die Erkenntnis manifestiert sich irgendwie seit den letzten Wochen....

Ich bin ein gottverdammter Hippie
22.4.06 03:48